“Marie, weine nicht”
Lieder und Madrigale gegen den Krieg
von Hanns Eisler und Claudio Monteverdi

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Radio-Tipp
“Marie, weine nicht” on air am Mittwoch, 21.09.2022, in SWR 2 Treffpunkt Klassik: Frank Markowitsch im Gespräch mit Christiane Peterlein
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Samstag, 24. September 2022, 20 Uhr
Sonntag, 25. September 2022, 20 Uhr
Christuskirche Freiburg

Vokalakademie Freiburg
Prometheus Ensemble Freiburg
Gastmusiker*innen aus der Ukraine

Matthias Jahrmärker, Testo
Marie Christine Köberlein, Clorinda
Tiago Oliveira, Tancredi

Julia Kraus & Simon Matthaei (Showteam Matrix), Schwertkampf
Annette Bauer, Kampfchoreographie

Louis Vaillant, Lichtdesign
Kerstin Hägele, Kostümbild
Elena Tzavara, Konzept
Frank Markowitsch, Künstlerische Leitung

Eintritt: 10,- € bis 28,80 €, Tickets hier

„Dieser Krieg ist nicht unser Krieg“ lautet der letzte Ausruf in Hanns Eislers A-Cappella-Werk “Gegen den Krieg”, das auf Texten von Bertolt Brecht basiert. Im Entstehungsjahr 1936 formulierte Bertolt Brecht, was sich viele Deutsche damals nicht zu sagen trauten. Heute ist Europa erschüttert, weil es Krieg leichtsinnigerweise als politisches Mittel längst für überholt geglaubt hat.

Die Vokalakademie Freiburg lenkt mit ihrem Konzert „Marie, weine nicht“ den Blick auf die individuellen Schrecken eines Krieges, denn durch die Zusammenstellung des Programms – Eislers „Gegen den Krieg“ zusammen mit Claudio Monteverdis Kampf- und Klagegesängen – wird das verheerend Katastrophische eines jeden Krieges für das Publikum bedrückend spürbar. Das Leid der einzelnen Menschen, ihr Ausgeliefertsein, ihre Angst und Verzweiflung stehen im Mittelpunkt der Musik.

Die dezente Inszenierung des Konzerts verdeutlicht mit Hilfe theatralischer Mittel den Schrecken von bewaffneten Konflikten: So setzt ein Schwertkampf von Akrobat:innen des Showteam Matrix optisch um, was die Musik dramatisch vorgibt. Wechselnde Lichtstimmungen und Aufstellungen des Chores im Kirchenraum unterstützen die musikalischen Aussagen.

Dadurch, dass sich im Chor und im Instrumental-Ensemble neben professionellen Musiker:innen und Studierenden aus Freiburg auch Studierende aus der Ukraine finden, erfährt das Projekt außerdem eine unmittelbare Authentizität: Für einen Teil der Künstler:innen wurden Krieg, Flucht und existenzielle Sorge längst zur neuen Lebenswirklichkeit.

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